Anabole Steroide ein wachsendes Problem im Breitensport 07 2003 Heftarchiv AMT

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Außerdem wurden sie aufgrund ihrer Eiweiß aufbauenden Wirkung bei konsumierenden Krankheiten und Muskelatrophie sowie als Mittel gegen Blutarmut eingesetzt. Während die aromatisierten weiblichen Hormone am Estrogen-Rezeptor angreifen, wirken die Testosteronderivate am Androgenrezeptor. Die höchste Affinität zum Androgenrezeptor und damit auch die stärkste androgene Wirkung besitzt das Reduktionsprodukt DHT. In den zehn Tagen im Vorfeld eines Wettbewerbes trank er nur noch weniger als einen halben Liter Wasser pro Tag. Die darauf basierende Reduktion der Gewebsflüssigkeit sollte bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika die Muskeln im Kampf besser durch die Haut scheinen lassen.

  • Einschlusskriterium war ein Oswestry Disability Index (ODI) von mindestens 30 auf einer Skala von 0 bis 100 (wobei höhere Zahlen einen stärkeren Funktionsausfall anzeigen).
  • Laut Diel lassen sich zwischen akuten, mittelfristigen und langfristigen Nebenwirkungen unterscheiden.
  • Zunehmend wird von Nebenwirkungen durch Anabolika in medizinischen Fachzeitschriften berichtet, wobei auf zahlreiche Todesfällen durch Herzinfarkte nach Anabolikaanwendung hingewiesen wird.
  • Ist das Herz betroffen, kann dies leicht zur Herzinsuffizienz bis hin zum Tod führen.
  • Zu den wichtigsten Nebenwirkungen der Anabolika gehören die Auswirkungen auf den Hormonhaushalt, auf den Fettstoffwechsel, auf den Bewegungsapparat, auf das HerzKreislauf-System, auf die Leber, sowie auf die Psyche.

Je höher der HDL- Wert und je niedriger das Gesamtcholesterin, desto geringer ist das Risiko für die Entstehung von Herzerkrankungen. Es ist besonders gefährlich Anabolika im Jugendalter zu verabreichen, da es zu einer Beschleunigung und Abkürzung der Knochenreifung führen kann. Diese führt zu einem verfrühten Epiphysenfugenschluß und folglich zu einem frühzeitigen Ende der Wachstumsphase mit einer Verminderung der definitiven Körpergröße. Es konnte http://www.forum-wintersport.de/stimmt-es-dass-steroide-behandelt-werden-t3443.html#5346 festgestellt werden, dass bei Bodybuildern, die über 3 Monate hinweg hohe Dosen von verschiedenen Anabolika applizierten, einerseits die Spermienzahl um über 90% sank und andererseits das Hodenvolumen um etwa 20% abnahm (Kamber, 1990, 213). Nach Absetzen der Anabolika trat eine restitutio ad integrum (vollständige Wiederherstellung des normalen Zustandes) der Spermienzahl, Hodengröße, Gonadotropine und der Synthese von endogenem Testosteron ein.

Endokrine und reproduktive Effekte

Die androgenen Effekte der anabolen Steroide sind mit denen des Testosterons vergleichbar, weisen jedoch ab und zu unterschiedlich starke Ausprägungen auf. Laut Diel lassen sich zwischen akuten, mittelfristigen und langfristigen Nebenwirkungen unterscheiden. Eine der akuten Konsequenzen kriegen die Doper wahrscheinlich gar nicht mit. Denn wer in hohen Dosen künstliches Testosteron zuführt, legt damit die körpereigene Produktion lahm. Und damit die Spermienproduktion im Hoden, die Gefahr einer ungewollten Vaterschaft ist damit so gut wie gebannt.

Herz-Kreislauf

Das charakteristischste Anzeichen für den Gebrauch anaboler Steroide ist eine schnelle Zunahme der Muskelmasse. Wie schnell und wie intensiv dieser Muskelaufbau vonstatten geht, ist direkt von der eingenommenen Anabolikadosis abhängig. Bei Personen, die physiologische Dosen einnehmen, kommt es zu einem langsamen und oft kaum merklichen Wachstum; bei den Personen, die Megadosen einnehmen, kann sich die fettfreie Muskelmasse um mehrere Pfund pro Monat vergrößern. Energiespiegel und Libido (bei Männern) können sich ebenfalls erhöhen; diese Wirkungen lassen sich jedoch schwer identifizieren.

Wirkung

Bei Männern trägt sie unter anderem zur Aufrechterhaltung der Funktion der Sexualhormone und Erhöhung von Libido und Potenz bei. Sie kann allerdings auch Ursache für Haarverlust und androgenetische Alopezie sein beziehungsweise bei exogener Zufuhr von Testosteron zu den bereits beschriebenen Nebenwirkungen führen (Abbildung 4). Zum Muskelaufbau werden vorrangig anabole, androgene Steroide wie Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT; Abbildung 2) sowie Somatotropin genutzt. Sie sollen der Zunahme der Skelettmuskelmasse, der Hämoglobinkonzentration und der roten Blutkörperchen sowie der Abnahme des Körperfettanteils bei gleichzeitiger Kontrolle der Körperfettverteilung und verstärkter Calciumaufnahme der Knochen dienen. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, so das dänische Forschungsteam, dass ehemalige Anabolika-Konsumenten auch später im Leben noch ein erhöhtes Risiko für Hypogonadismus haben könnten. Bei Männern führt die Einnahme von Anabolika dazu, dass Testosterone teilweise in das weibliche Geschlechtshormon Östrogen umgewandelt werden.